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Ach, das Wellnesswochenende war genau das, was ich gebraucht habe. Jetzt bin ich wieder voll aufgeladen, um die Karrierefrau zu sein, die ich auch sonst immer bin. Ich habe mich schön massieren lassen, die ganzen Verspannungen sind weg. Generell habe ich mich sehr gut entspannt und habe trotzdem viel gearbeitet.. Mit meiner neuen Energie bin ich dann heute in die Arbeit rein und habe als Chefin, und das bin ich ja nun mal, auch wenn ich mich nicht immer so fühle, mal richtig durchgesetzt. Am Wochenende habe ich noch ein Projekt bearbeitet, genau wie eine junge Frau, die frisch aus der Uni kommt. Aber die anderen Mitarbeiter fanden das, was ich gemacht hatte viel besser, also habe ich mich einfach mal durchgesetzt. Das war ein gutes Gefühl.

Mein Mann ist so ein Schatz, er hat mich mit einem Wellnesswochenende überrascht, weil ich so fertig war. Ich liebe Wellnesswochenenden im Biohotel, In Italien. Und das weiß er auch, denn in so einem stressigen Job, da muss man sich auch mal was Gutes gönnen, nicht wahr?
Und gerade war ich eigentlich dabei zu packen für das Wellnesswochenende im Biohotel. Jedes Mal stehe ich da vor dem Kleiderschrank und weiß nicht, was ich mitnehmen soll. Obwohl ich doch schon oft im Biohotel war und es dort genau kenne. Auch die Anwendungen, die ich mir diesmal  im Biohotel gönnen werde,, die kenne ich schon fast alle. Aber das ist auch gut so, denn so kann ich immerhin aussortieren, was mir am besten gefällt. Diesmal werden ist ganz bestimmt ein Haufen Anwendungen. Wahrscheinlich kommt noch die eine oder andere Massage dazu, denn darin sind die Leute im Biohotel besonders gut, würde ich behaupten.
Natürlich muss ich aber auch meinen Job im Biohotel nicht vernachlässigen. Gut, das ich mir übers Wochenende was mit nehmen kann, was ich dann von dort aus bearbeiten kann. So kann ich mein Wellnesswochenende im Biohotel genießen und meinen Job machen. Noch ein Vorteil, nicht wahr?

Heute, da habe ich es mal wieder gemerkt, ich bin einfach nicht mehr die, die ich mal war. Früher, da ging mir die Arbeit leichter von der Hand, als heute. Außerdem wird es immer schwerer. Wir arbeiten immer regelmäßiger und öfter mit fertig studierten Psychologen zusammen, die uns dann sagen, was wir tun sollen. Zugegeben, falsch ist das nicht, was sie uns sagen, aber doch es ist irgendwie komisch von jemandem gesagt zu bekommen, was man zu tun hat, wenn man weit über dreißig Jahre Berufserfahrung hat und  das andere eigentlich noch halbe Kinder, die frisch von der Uni kommen und noch nichts getan haben in ihrem Leben. Also aus beruflicher Sicht gesehen jetzt, bitte versteht mich nicht falsch.
Aber zum  Glück, habe ich ja meinen Mann und der kann mich dann am Wochenende wieder aufbauen. Denn gerade bin ich echt etwas depri. Aber manchmal, da hat man das einfach mal.

Ich arbeite in einer großen Werbeagentur, das kann manchmal schon richtigen Stress bedeuten. Ich bin mit meinem Job aber wirklich zufrieden. Damals, nachdem ich die Schule abgeschlossen hatte, da wusste ich nicht so richtig, ob ich eine Ausbildung in einer Werbe Agentur machen sollte, oder doch Architektur studieren sollte. . Und die Frage war gar nicht leicht für mich zu beantworten. Letztensendes habe ich mich dann für die Ausbildung bei der Werbeagentur entschieden, da man dort künstlerischer und abstrakter arbeiten kann, als in einem Architekturbüro. Wahrscheinlich kann man bei uns so abspracht und kreativ arbeiten, wie sonst nirgendwo.
Letztensendes habe ich die Entscheidung nie bereut. Denn obwohl ich nach meiner Ausbildung nicht übernommen würde, war ich nicht lange arbeitslos. Und dann, irgendwann habe ich es gewagt, meinen Sprung in die Selbstständigkeit zu wagen. Mit Erfolg. Aber das ist schon so lange her, das ist ja bald nicht mehr wahr.

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